Ein bisschen “Monk” steckt in uns allen!

Monk ist eine amerikanische Krimiserie um einen schrulligen aber liebenswerten Ex-Polizisten der nach dem Mord an seiner Frau aus dem Polizeidienst beurlaubt wurde und sich jetzt als Berater der Polizei und Privatdetektiv durchschlägt.
Das wirklich besondere an Monk sind dabei seine Ticks und Schrullen. So wundert es auch nicht, wenn auch ein Psychiater eine wichtige Rolle in der Serie spielt. Die Serie ist mittlerweile bei der 8ten Staffel angekommen und endet damit bedauerlicherweise.
Stellt sich die Frage, warum ist eine Serie über einen offensichtlich psychisch gestörten Mann so erfolgreich?
Vielleicht weil wir uns alle in dem ein oder anderen selbst erkennen?
Natürlich überspitzt die Serie extrem, aber seien wir doch mal ehrlich! Jeder von uns hat seine Ticks, seine Macken und Schrullen.
Ich würde nie meine Hemden gleich dutzendfach kaufen und in Plastikhüllen im Schrank zu hängen haben. Aber ich gebe zu, dass ich z.B. wenn ich Schuhe kaufe, diese auch 2x kaufe! Oder dass ich in einem Spiel alle Ressourcen die ich produziere immer in glatten Zahlen produziere. Und kommt mal eine Zahl ins Ungleichgewicht, wird das sofort korrigiert.
Und so erkennt sich jeder in den Unmengen von Ticks ein Stück weit wieder und kann sich damit identifizieren. Natürlich wird das Ganze von Tony Shalhoub alias Mr. Monk brilliant und überzeugend dargestellt, aber das alleine würde nicht reichen. Wenn, ja wenn wir nicht alle ein klein wenig “Monk” wären.
Da müssen die Bücher auf dem Tisch gerade liegen, da werden sogar die Werbeflyer unter den Scheibenwischern der Autos auf der Straße alle geradegerückt.
Monk, das ist jedermann. Die Hausfrau mit dem Accustaubsauger um die Kekskrümel zu beseitigen, der Nachbar von nebenan, der sich über die Blätter auf seinem Auto aufregt. Monk ist die Vereinigung aller möglichen Schwächen, nur mühsam gebändigt und kanalisiert durch seine Assistentin.
Ich bin sicher, so manche Sekretärin oder Assistentin erkennt sich da wieder.
Monk, das sind wir, mal mehr mal weniger stark ausgeprägt. Und genau deswegen ist Monk so erfolgreich!
Leider wurde die Serie eingestellt, da Tony Shalhoub sich neuem widmen möchte.

Avatar

Science Fiction
161 Minuten
USA 2009
FSK: 12
Start: 17.12.2009

Avatar

Plot:
Auf der Suche nach neuen Ressourcen stoßen die Menschen im 22. Jahrhundert auf den Planeten Pandora, der von den Na’vi bevölkert wird, drei Meter großen Lebewesen mit blauer Haut. Da Menschen auf dem Planeten nicht atmen können, kommen Avatare zum Einsatz: Ersatzlebewesen in Na’vi-Form, die von ihren Besitzern gesteuert werden. Der querschnittsgelähmte Marine Jake Sully wird für das Programm ausgewählt. Er lernt die Na’vi Neytiri kennen und lieben und findet sich im Kreuzfeuer eines Krieges zwischen Menschen und Na’vi, die ihren Planeten verteidigen.

Avatar ist ein Film von James Cameron. Er ist ungewöhnlich in vielerlei Hinsicht.
Es ist ein 3D-Film, er ist lang, es ist ein Science Fiction Film, und er
ist..erfolgreich.
Und das über die Maßen.
Avatar ist ein bildgewaltiger Film, ein schneller Film ohne Pause.
Er beschäftigt einen, hält den Zuschauer in Atem ohne dabei hastig zu werden.
Er ist kompromisslos, actiongeladen und perfekt besetzt.
Dazu wartet er mit technischen Raffinessen auf, die ihresgleichen suchen.
12 Jahre nach Titanic hat James Cameron einen Film gemacht der zu einem absoluten Highlight des Kinojahres 2009/2010 wird.
Nach dem Gewinn des Golden Globes bleibt abzuwarten, ob und wie viele Oscars Avatar gewinnen wird.
Mit Sam Worthington als Jake Sully und Sigourney Weaver als Dr. Augustine sind die Rollen brilliant besetzt.
Die Story des Films ist glaubwürdig, nachvollziehbar und ohne große Schnörkel.
Kapitalismus in Reinkultur gegen Naturmenschen, denen die Natur als solches schon genug ist.
Avatar hat das Zeug, der erfolgreichste Film aller Zeiten zu werden, wenn er es nicht schon ist. Der erfolgreichste 3D-Film ist er auf jedenfall schon.
 

Gran Torino

Drama
116 Minuten
USA 2008
FSK: 12
Start: 05.03.2009

Gran Torino ist ein Film von Clint Eastwood, mit Clint Eastwood und
vielleicht sogar ein wenig Clint Eastwood selbst.
5 Jahre nach dem Oscarprämierten Film "Million Dollar Baby" hat Clint Eastwood jetzt mit Gran Torino seinen kommerziell erfolgreichsten Film produziert.
"Million Dollar Baby" war sicher ein fantastischer Film der nicht zu Unrecht 4
Oscars bekommen hat. Gran Torino dagegen ist noch einen Schritt weiter und
konsequenter als es" Million Dollar Baby" schon war!
Walt Kowalski, der Korea-Veteran, das ist Clint Eastwood. Noch grummeliger,
älter und trotzdem immer noch mit dem Herz auf dem rechten Fleck!
Story:
Der polnischstämmige Koreakriegsveteran und ehemalige Ford-Mitarbeiter Walt Kowalski, dessen Weltbild von rassistischen Vorurteilen geprägt ist, wohnt in einer Detroiter Vorstadtsiedlung, an der der Niedergang der Autoindustrie seine Spuren hinterlassen hat. Gerade ist seine Frau gestorben. Im Gegensatz zu ihr ist er nicht gläubig. So verweist er den ihn besuchenden Pater Janovich seines Hauses.

Viele Nachbarn sind in bessere Wohngegenden gezogen. Sie fahren keine amerikanischen Autos mehr, sondern ausländische. Das verärgert Walt, denn er sieht amerikanische Ideale zusehends gefährdet. Auch sein Sohn Mitch besitzt ein ausländisches Fahrzeug, ja sogar ein asiatisches Fabrikat, was Walt überaus missbilligt. Nicht nur deswegen ist Walts Verhältnis zu seinen beiden Söhnen und deren Familien miserabel.

Im Viertel leben jetzt viele in den letzten Jahren eingewanderte Hmong. Thao, ein Nachbarsjunge Kowalskis, versucht im Rahmen eines Initiationsritus der Gang seines älteren Cousins Walts Auto, einen 1972er Ford Gran Torino Sport, zu stehlen. Walt verhindert den Diebstahl und später einen weiteren Übergriff der Gang auf Thao und wird damit ungewollt zum Helden des Viertels. Nachbarn pilgern zu seinem Haus und lassen im Hauseingang Geschenke zurück. Walt wehrt sich halbherzig gegen diese Dankesbekundungen, indem er die Geschenke zu seinen Mülltonnen stellt.

Clint Eastwood alias Walt Kowalski ist der Antiheld des Films, und wie schon in "Million Dollar Baby" gibt es ein Ende wie es wohl nur Clint Eastwood glaubwürdig verkaufen kann!
Gran Torino ist ein grandioser Film, nicht einfach und doch leicht zu verstehen.
Fazit:
Es steht Clint Eastwood drauf, es ist Clint Eastwood drin und nur Clint Eastwood hätte diesen Film machen können.
Er ist eine Hollywoodlegende, hoffen wir dass er uns noch lange erhalten bleibt!
 

Oben

Trickfilm
96 Minuten
USA 2009
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Start: 17.09.2009

“Oben” ist ein klassischer Walt Disney Film, absolut passend zur Weihnachtszeit. Produziert wurde er von Pixar Animation Studios und ist der erste 3D- Film von Pixar.
Plot:
Carl Fredericksen hat Zeit seines Lebens mit seiner Frau davon geträumt, die Welt zu bereisen, Abenteuer zu erleben und in Südamerika die Paradise Falls zu besuchen. Immer ist etwas dazwischen gekommen. Nach ihrem Tod will der 78-Jährige die Pläne endlich in die Tat umsetzen, zumal sein Häuschen einer neuen Immobilie den Platz räumen soll. Unfreiwillig begleitet von dem hartnäckigen Pfadfinder Russell macht er sich auf den Weg – inklusive seines Häuschens, das sich, an zahllosen Ballons aufgehängt, in die Lüfte schwingt.

“Oben” ist eine absolut hochwertiger Film, wie man es von Pixar gewohnt ist. Die Story ist gut und so begeistert “Oben” mühelos Jung und Alt.
Die Umsetzung als 3D-Film ist hervoragend gelungen und der Film wirkt sehr plastisch.
Fazit:
“Oben” ist ein Oscarwürdiger Film und ein würdiger Nachfolger von Wall-E.

Hangtime – Kein leichtes Spiel

Drama
94 Minuten
Deutschland 2009
Freigegeben ab 12 Jahren
Kinostart: 15. Oktober 2009
Der Abiturient Vinz, ist das größte Talent der Basketballmannschaft von Phoenix Hagen,
die kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga stehen. Und sein zwölf Jahre älterer
Bruder Georg setzt alles daran, Vinz ganz groß rauszubringen. Der Ehrgeiz kommt nicht von ungefähr.
Denn nach dem tragischen Unfalltod der Eltern hat er damals seine eigene Basketballkarriere geopfert,
um sich um seinen kleinen Bruder zu kümmern.
Jetzt will Georg das, was ihm einst verwehrt blieb, mit Vinz schaffen.
Doch der hat ganz andere Pläne…

Durst

Horror
133 Minuten
Südkorea 2009
Kinostart: 15. Oktober 2009
Ein unheimlich gläubiger und in seiner Gemeinde hochgeschätzter Priester lässt sich freiwillig
auf ein medizinisches Experiment ein. Es schlägt fehl und verwandelt ihn in einen Vampir.
Der Priester beginnt sich psychisch und körperlich zu verändern und lässt sich auf eine
Affäre mit der Frau ein. Die Frau eines Freundes, den er schon seit Kindheit kennt.
Mehr und mehr verzweifelt der Priester an seiner Situation und kämpft
um das letzte verbleibende Stück Menschlichkeit.