Its a Gift

Bissonete

Blue Velvet

Die Idee einen Film zu dem 1964 erschienenen Song Blue Velvet (von Bobby Vinton) zu drehen hatte David Lynch bereits sehr früh. Über die Jahre ergänzte er den Plot mehr und mehr…- insgesamt 4 Versionen den Drehbuchs entstanden – jedoch wurde diese von den Filmstudios wegen der sexuellen und gewalttätigen Handlung abgeleht. 1971 begann er mit seinen als Debüt angesehenen Film Eraserhead; einen in schwarz-weiss gedrehten morbiden Spielfilm der seinen Kultstatus als Regisseur begründete. So wurde italienische Produzent Dino De Laurentiis auf ihn aufmerksam, der ihn mit der Regie des Science Fiction Klassikers Dune beauftragte.

De Laurentiis war es dann auch, der von dem Drehbuch zu Blue Velvet fasziniert war – jedoch stellte sich schon vor Drehbeginn 1985 heraus, das das angestrebte Budget wohl nicht ausreichen würde. Im Gegenzug für absolute künstlerische Freiheit und Kontrolle über den Endschnitt verzichtete Lynch auf einen Teil seiner Gage; das Budget wurde zusätzlich gekürzt. Die Produktionskosten beliefen sich am Ende trotzdem auf 6 Millionen US-Dollar. Gefilmt wurde an einigen Locations in Wilmington in North Carolina, wo sich auch die Studios von De Laurentiis befinden.

Die “Wunschbesetzung” der Hauptrollen lehnten nach Lesen des Drehbuchs dankend ab – so kam er auf Kyle MacLachlan, mit dem er Dune drehte und Isabella Rossellini, die er kurze Zeit vorher kennenlernte. Für Dennis Hopper gilt der Film als Comeback, der nach Easy Rider kaum noch kommerzielle Erfolge hatte, da er durch seine Eigenwilligkeit in Konflikt zu den meisten Regisseuren geriet und so lange Zeit auf einer “Schwarzen Liste” stand.

Der Film spielt – typisch für den Stil von David Lynch – viel mit Symbolik und starken Farbkontrasten … auch die “liebliche” amerikanische Schlagermusik aus den 60er Jahren steht im krassen Gegensatz zu den gezeigten Bildern. Schon in der ersten Szene sieht man die Klasse des Regisseurs: Blau, der Himmel, Weiß – der Gartenzaun und Rot, die Rosen, einen auf einem Feuerwehrfahrzeug vorbeifahrenden freundlich winkenden Feuerwehrmann… eine scheinbar “perfekte Idylle”, eine spiessige Kleinstadt.

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Kentucky Fried Movie

… war das Erstlingswerk der Drehbuchautoren-Trios Jim Abrahams, Jerry Zucker und David Zucker, oftmals als ZAZ abgekürzt. Der Film aus dem Jahre 1977 wurde mit dem schon damals als unglaublich wenig anzusehenden Budget von 650.000 $ vom Regisseur John Landis realisiert und gilt als einer der Meilensteine des B-Movies und als Beginn der Karriere des ZAZ – Teams. Auf der Suche nach einer Produktionsfirma klapperten sie ziemlich jedes Studio in Hollywood ab – keines war interessiert und niemand glaubte, das das Publikum an einem solchen Film Interesse hat.

Überzeugt von ihrer Idee – die Sketche hatten sie immerhin in ihrem kleinen Theater geschliffen – suchten sie nach einem Geldgeber, den sie schließlich in einem Immoblienmakler fanden. Dieser wollte den Film erst finanzieren, wenn er ein Drehbuch zu sehen bekam, welches ihm dann auch erstellt wurde. Mit 35.000 Dollar produzierte das Team dann einen 10-minütigen Kurzfilm, mit dem weitere Geldgeber gefunden werden sollten. Dem Makler schien dieser Film jedoch überhaupt nicht zu gefallen, weswegen er von seinem Finanzierungsangebot zurücktrat.

ZAZ wollte nicht aufgeben und traf dann beim erneuten Klinkenputzen in Hollywood auf den jungen Regisseur John Landis, der von dem Film sofort begeistert war – im Gegensatz zu den Studios. Als sie den Kurzfilm Kim Jorgenson zeigten, fiel dieser vor Lachen quasi vom Stuhl und versprach das Geld für den Film aufzutreiben, was ihm dann auch gelang. Nachdem der Film dann in die Kinos kam, spielte er in kurzer Zeit alleine in den USA 7,1 Millionen Dollar ein.

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The Big Lebowski

Diese geniale Komödie von den Brüdern von Ethan und Joel Coen kam 1998 in die Kinos. Wie üblich bei den Coens wird auch hier kein 08/15 Kommerzbrei verabreicht, sondern eine abgedrehte Story, die durch hervorragende Schauspieler, meisterliche Regie, Schnitt und Musikauswahl ein stimmiges Bild ergeben. Der Film spielt anfang der 1990er Jahre, zur Zeit des Zweiten Golfkriegs – Jeff Bridges, John Goodman und Steve Buscemi bilden als Bowlingteam die Hauptdarsteller und brillieren bei der Darstellung selbiger … ausnahmsweise ist sogar die deutsche Synchonisation gelungen, wobei das Orginal natürlich unerreicht bleibt. Zum Glück kann man sich auf der DVD beide Versionen ansehen – ich bevorzuge natürlich das Orginal.

Der Film ähnelt von der Struktur, der Komplexität der Story und den sich dauernd betrügenden Charakteren Raymond Chandlers Roman The Big Sleep (deutsch:Tote schlafen fest), der 1946 mit Humphrey Bogart als Privatdetektiv Philip Marlowe verfilmt wurde. “The Big Lebowski” war bei seiner Veröffentlichung kein Erfolg an den US Kinokassen und erhielt sehr gemischte Kritiken. Im Laufe der Zeit wurde das Potential des Filmes jedoch erkannt, er avancierte zum Kultfilm…- sogar Bowlingbahnen und Cocktailbars profitierten von diesem Film. *grins*

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Es ist nicht leicht ein Gott zu sein

Mehr als 7 Jahre arbeitete Regisseur Peter Fleischmann an diesem “Low Budget” Film; immer wieder musste er Sponsoren zur Finanzierung heranschaffen um diesen Film zu realisieren. Es handelt sich um die Verfilmung des gleichnamigen Buches der Gebrüder Arkadi und Boris Strugatzki von 1964, der 1989 fertiggestellt wurde und Anfang 1990 in die deutschen Kinos kam.
Die Kritiken über diesen Film gehen weit auseinander: von Auszeichnungen (1990 wurde der Film beim Sitges Festival Internacional de Cinema de Catalunya in den Kategorien Bester Soundtrack sowie Bestes Drehbuch ausgezeichnet, 1991 gewann der Film beim Fantasporto-Festival zwei Auszeichnungen, unter anderem für die Besten Spezialeffekte und wurde als Bester Film nominiert.) bis zur kompletten Ablehnung durch z.B. die Autoren Rolf Giesen und Bernhard Kempen in ihrem Buch Invasion des Wahnsinns. Die schlechtesten Science- Fiction- Filme.

Gefilmt wurde in deutsch – französisch – russischer Zusammenarbeit in der damaligen UdSSR; genaugesagt auf der Insel Jalta (auf der Halbinsel Krim) in der Ukraine. Die atemberaubende Landschaft, die aus den Einheimischen rekrutierten Statisten und nicht zuletzt die “altertümlichen” Spezialeffekte tragen nicht unerheblich zum nostalgischen Charm des Filmes bei. Man könnte glauben, es handle sich um eine Produktion aus den 60er oder 70er Jahren! Hier wurde “teure” Technik mit viel Liebe und klassischer Handwerkskunst ausgeglichen – amerikanische Sci-Fi Produktionen aus dieser Zeit wirken “hochglanzpoliert”… oftmals scheint es, die Effekte werden nur des Effektes wegen eingesetzt.

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Million Dollar Legs

Der Film wurde von Regisseur Edward F. Cline 1932 gedreht, der auch später noch mit W.C. Fields bei einigen Filmen zusammenarbeitete. Cline hat ausser mit Fields auch noch mit Slapstickgrößen wie Buster Keaton zusammengearbeitet.

In dem fiktiven Land Klopstockia herrscht Unruhe: Das Land ist (vermutlich Dank des Präsidenten W.C. Fields) pleite, das Kabinett versucht den Präsidenten abzusetzen. Als der Bürstenvertreter Migg Tweeny (Jack Oakie) mit einer attraktiven jungen Frau zusammenstößt, verliebt er sich Augenblicklich. Auf die Frage an einen Dorfbewohner, wie die Dame wohl heisst, antwortet der: “Klar, Angela”. Migg muss dann leider feststellen, das alle Frauen und Mädchen in diesem seltsamen Land so heissen.
Als er feststellt, das Angela die Tocher des Päsidenten ist, präsentiert er diesem
einen Plan um aus der finanziellen Misere herauszukommen: Die Olympischen Spiele von 1932! Migg wird beauftragt, geeignete Athleten im Land zu suchen. Kurze Zeit später gehen sie an Bord eines Dampfschiffes mit Kurs auf Amerika (Los Angeles).

Mit an Bord ist aber auch “Mata Machree, die Frau, welcher kein Mann wiederstehen kann”, die das Training sabotieren soll…


Besetzung
* Jack Oakie: Migg Tweeny
* W. C. Fields: The President
* Andy Clyde: The Major-Domo
* Lyda Roberti: Mata Machree
* Susan Fleming: Angela
* Ben Turpin: ‘mysterious man’
* Hugh Herbert: Secretary of the Treasury
* George Barbier: Mr. Baldwin
* Dickie Moore: Willie – Angela’s brother
Regie: Edward F. Cline
Drehbuch: Nicholas T. Barrows, Joseph L. Mankiewicz
Produktion: Paramount Pictures
Uraufführung: 8. July 1932
Länge: 64 Minuten
Produktionsland: USA
Sprache: Englisch

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