Archiv für die Kategorie „Kultfilm“
Ein besonderer Aspekt in diesem Film ist die Musik. Die Musik trägt wesentliche Teile der Handlung: angefangen bei den Workingsongs der Kettensträflinge über das Zusammentreffen mit dem Bluesgitaristen Tommy Johnson, mit dem dann die Soggy Bottom Boys “gegründet” werden. Es wird einem ein guter Eindruck der wichtigsten Musikstile im ländlichen Süden der USA in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts vermittelt. Der Soundtrack hat sich weltweit über 5 Millionen mal verkauft.
Dier Film war die nachfolgende Produktion von Ihrem bis dahin (kommerziell) erfolgreichsten Film The Big Lebowski.
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De Laurentiis war es dann auch, der von dem Drehbuch zu Blue Velvet fasziniert war – jedoch stellte sich schon vor Drehbeginn 1985 heraus, das das angestrebte Budget wohl nicht ausreichen würde. Im Gegenzug für absolute künstlerische Freiheit und Kontrolle über den Endschnitt verzichtete Lynch auf einen Teil seiner Gage; das Budget wurde zusätzlich gekürzt. Die Produktionskosten beliefen sich am Ende trotzdem auf 6 Millionen US-Dollar. Gefilmt wurde an einigen Locations in Wilmington in North Carolina, wo sich auch die Studios von De Laurentiis befinden.
Die “Wunschbesetzung” der Hauptrollen lehnten nach Lesen des Drehbuchs dankend ab – so kam er auf Kyle MacLachlan, mit dem er Dune drehte und Isabella Rossellini, die er kurze Zeit vorher kennenlernte. Für Dennis Hopper gilt der Film als Comeback, der nach Easy Rider kaum noch kommerzielle Erfolge hatte, da er durch seine Eigenwilligkeit in Konflikt zu den meisten Regisseuren geriet und so lange Zeit auf einer “Schwarzen Liste” stand.
Der Film spielt – typisch für den Stil von David Lynch – viel mit Symbolik und starken Farbkontrasten … auch die “liebliche” amerikanische Schlagermusik aus den 60er Jahren steht im krassen Gegensatz zu den gezeigten Bildern. Schon in der ersten Szene sieht man die Klasse des Regisseurs: Blau, der Himmel, Weiß – der Gartenzaun und Rot, die Rosen, einen auf einem Feuerwehrfahrzeug vorbeifahrenden freundlich winkenden Feuerwehrmann… eine scheinbar “perfekte Idylle”, eine spiessige Kleinstadt.
Der Film ähnelt von der Struktur, der Komplexität der Story und den sich dauernd betrügenden Charakteren Raymond Chandlers Roman The Big Sleep (deutsch:Tote schlafen fest), der 1946 mit Humphrey Bogart als Privatdetektiv Philip Marlowe verfilmt wurde. “The Big Lebowski” war bei seiner Veröffentlichung kein Erfolg an den US Kinokassen und erhielt sehr gemischte Kritiken. Im Laufe der Zeit wurde das Potential des Filmes jedoch erkannt, er avancierte zum Kultfilm…- sogar Bowlingbahnen und Cocktailbars profitierten von diesem Film. *grins*
Die Kritiken über diesen Film gehen weit auseinander: von Auszeichnungen (1990 wurde der Film beim Sitges Festival Internacional de Cinema de Catalunya in den Kategorien Bester Soundtrack sowie Bestes Drehbuch ausgezeichnet, 1991 gewann der Film beim Fantasporto-Festival zwei Auszeichnungen, unter anderem für die Besten Spezialeffekte und wurde als Bester Film nominiert.) bis zur kompletten Ablehnung durch z.B. die Autoren Rolf Giesen und Bernhard Kempen in ihrem Buch Invasion des Wahnsinns. Die schlechtesten Science- Fiction- Filme
Gefilmt wurde in deutsch – französisch – russischer Zusammenarbeit in der damaligen UdSSR; genaugesagt auf der Insel Jalta (auf der Halbinsel Krim) in der Ukraine. Die atemberaubende Landschaft, die aus den Einheimischen rekrutierten Statisten und nicht zuletzt die “altertümlichen” Spezialeffekte tragen nicht unerheblich zum nostalgischen Charm des Filmes bei. Man könnte glauben, es handle sich um eine Produktion aus den 60er oder 70er Jahren! Hier wurde “teure” Technik mit viel Liebe und klassischer Handwerkskunst ausgeglichen – amerikanische Sci-Fi Produktionen aus dieser Zeit wirken “hochglanzpoliert”… oftmals scheint es, die Effekte werden nur des Effektes wegen eingesetzt.
Warum eigentlich? Dabei hat dieser Film doch alles, was ein guter Film braucht! Humor, eine absurde Geschichte mit zum Teil grotesken Charakteren (auf dem Filmplakat sieht man übrigens Onkel Grga). Nicht ohne Grund wurde der Film von dem jugoslawischen Regisseur Emir Kusturica mit dem Silbernen Löwen die Beste Regie bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 1998 ausgezeichnet.
Eigentlich wollte Kusturica nur eine Dokumentation über die Band, welche im Film immer wieder auftauchen machen …- durch die interessanten Menschen ist dann irgendwie ein Film daraus geworden. Die Band, bzw. drei der Musiker haben dann auch den Soundtrack für Schwarze Katze, weißer Kater komponiert, die Band hat er dann doch noch in dem nachfolgenden Film “Super-8 Stories” (Serbisch: Супер 8 Прича, Super 8 pričа) von 2001 verewigt, bei dem der Regisseur auch selbst als Musiker mitspielt.
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Genre: Komödie – Großbritannien 1971 Freigegeben: frei ab 12 Jahren Laufzeit: 85 Minuten Kaufstart: 05. July 2005 |





