Der Film ähnelt von der Struktur, der Komplexität der Story und den sich dauernd betrügenden Charakteren Raymond Chandlers Roman The Big Sleep (deutsch:Tote schlafen fest), der 1946 mit Humphrey Bogart als Privatdetektiv Philip Marlowe verfilmt wurde. “The Big Lebowski” war bei seiner Veröffentlichung kein Erfolg an den US Kinokassen und erhielt sehr gemischte Kritiken. Im Laufe der Zeit wurde das Potential des Filmes jedoch erkannt, er avancierte zum Kultfilm…- sogar Bowlingbahnen und Cocktailbars profitierten von diesem Film. *grins*
Handlung:
Wie ein “Moderator” erzählt der namentlich nicht erwähnte “The Stranger” – offensichtlich eine Texaner, gespielt von Sam Elliott – die Geschichte; taucht dann auch im Laufe des Film auf:
“The Dude” ist wohl der faulste Sack in ganz Los Angeles. Neben “White Russians” trinken und Joints rauchen ist Bowling seine einzige Beschäftigung. Durch eine namentliche Verwechslung mit dem gleichnamigen Millionär Jeffrey Lebowski wird der Dude zuerst kopfüber in eine Kloschüssel getaucht während sein Teppich vollgepinkelt wird (“Der Teppich hat den Raum erst gemütlich gemacht”)…- weil “seine Frau” Bunny dem Pornofilmproduzenten Jack Treehorn Geld schuldet.
Aufgestachelt durch seinen Freund und Bowlinteampartner Walter Sobcheck (John Goodman spielt in grossartiger Art und Weise einen geschiedenen Vietnamveteran – der alles und jedes stets mit “´nam” assoziiert) besucht der Dude den “echten” Lebowski um sich den Teppich ersetzen zu lassen. Dieser wurde im Koreakrieg verwundet und sitzt seitdem im Rollstuhl. Den Dude durchschaut er sofort als arbeitslosen Hippie und beschimpft ihn wüst, bezahlen will er nichts. Beim Verlassen der Villa nimmt sich der Dude deshalb einfach einen Teppich als Kompensation mit und trifft erstmals auf seine angebliche Frau Bunny Lebowski.
Damit ist der Fall für den Dude eigentlich abgeschlossen, jedoch erhält er bald darauf einen Anruf von dem devoten Assistenten des “Big Lebowski” Brandt, der einen irgendwie an Smithers von den Simpsons erinnert: Bunny wurde entführt!
Erneut trifft er nun auf den Millionär, der ihn (dramatisch inszeniert) beauftragt, die Übergabe des Lösegelds von 1 Million Dollar zu übernehmen – weil möglicherweise die Entführer die selben Leute wären, die seinen Teppich beschmutzt haben. Die verlockend hohe Belohnung überzeugt den arbeitsscheuen Dude diesen Auftrag anzunehmen und er bekommt von Brandt ein “Handy” (einen “Koffer”, wie es “damals” halt so war, hahaha) unter dessen Telefonnummer sich die Entführer wegen der Lösegeldübergabe melden werden.
Für den Dude ist die Sache klar: eine junge, hübsche Frau hat überall Schulden in der Stadt, verheiratet mit einem reichen Mann …- er glaubt, sie habe die Entführung nur vorgetäuscht, um ihr “Taschengeld” aufzubessern! Sein großer Fehler: er redet mit seinen Bowlingfreunden über diese Theorie, mit dem Effekt, das sich nun Walter der Sache annimmt. Natürlich geht die Übergabe des Lösegeldes im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose!
Mal nebenbei bemerkt: Steve Buscemi in der Rolle des ständig von Walter dominierten Danny (Shut the fuck up, Danny, you´re out of your element!) spielt seine Rolle mal wieder brilliant!
Jedenfalls beginnt nun für den “Dude” eine schwere Zeit. Nach der missglückten Geldübergabe gehen Walter und er “selbstverständlich” Bowlen; dannach stellen sie fest, das sein Auto mitsamt dem Lösegeld gestohlen wurden… Der Dude geht – mit dauerklingenden “Handy” – entnervt nach Hause, wo ihn die nächste Überraschung in Form eines Schlag auf sein Kinn erwartet. Die “Traumsequnzen” sind wunderbar surealistisch, mit sehr schöner Musik von Kenny Rogers & The First Edition (-> Just Dropped In (To See What Condition My Condition Is In); der Soundtrack ist einfach genial! Damit taucht dann die Tochter vom Millionär, Maude, erstmals im Film auf…- eine emanzipierte Malerin (“mein Stil wird als “Vaginal” bezeichnet”), die dafür gesorgt hatte, das “sein” Teppich mit Gewalt (s.o.) entfernt wurde. Schlussendlich landen die beiden im Bett; jedoch zu Jeffs entsetzen nicht um Spass zu haben, sondern weil Maude ein Kind mit ihm zeugen wollte.
Das Chaos um den armen, total überforderten Dude hat ihren Höhepunkt, als dann noch Jeffrey Lebowski sein Geld zurückfordert, ihm einen (angeblich von seiner Frau abgetrennten) Zeh präsentiert und noch Ärger mit der Bowling-Liga bekommt, weil Walter mal wieder ausgeflippt ist und einen Mitspieler mit einer Waffe bedroht hat.
Von nun an beschliesst der Dude, die Sache alleine in die Hand zu nehmen!
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Besetzung
* Jeff Bridges: Jeffrey Lebowski (The Dude) |
Filmdaten Deutscher Titel: The Big Lebowski Originaltitel: The Big Lebowski Produktionsland: USA, UK Originalsprache: Englisch Erscheinungsjahr: 1998 Länge: 112 Minuten Altersfreigabe: FSK ab 12 Regie: Joel Coen, Ethan Coen (unerwähnt) |
