Monk ist eine amerikanische Krimiserie um einen schrulligen aber liebenswerten Ex-Polizisten der nach dem Mord an seiner Frau aus dem Polizeidienst beurlaubt wurde und sich jetzt als Berater der Polizei und Privatdetektiv durchschlägt. Das wirklich besondere an Monk sind dabei seine Ticks und Schrullen. So wundert es auch nicht, wenn auch ein Psychiater eine wichtige Rolle in der Serie spielt. Die Serie ist mittlerweile bei der 8ten Staffel angekommen und endet damit bedauerlicherweise.

Stellt sich die Frage, warum ist eine Serie über einen offensichtlich psychisch gestörten Mann so erfolgreich? Vielleicht weil wir uns alle in dem ein oder anderen selbst erkennen?
Natürlich überspitzt die Serie extrem, aber seien wir doch mal ehrlich! Jeder von uns hat seine Ticks, seine Macken und Schrullen.
Ich würde nie meine Hemden gleich dutzendfach kaufen und in Plastikhüllen im Schrank zu hängen haben. Aber ich gebe zu, dass ich z.B. wenn ich Schuhe kaufe, diese auch 2x kaufe! Oder dass ich in einem Spiel alle Ressourcen die ich produziere immer in glatten Zahlen produziere. Und kommt mal eine Zahl ins Ungleichgewicht, wird das sofort korrigiert.
Und so erkennt sich jeder in den Unmengen von Ticks ein Stück weit wieder und kann sich damit identifizieren. Natürlich wird das Ganze von Tony Shalhoub alias Mr. Monk brilliant und überzeugend dargestellt, aber das alleine würde nicht reichen. Wenn, ja wenn wir nicht alle ein klein wenig “Monk” wären.
Da müssen die Bücher auf dem Tisch gerade liegen, da werden sogar die Werbeflyer unter den Scheibenwischern der Autos auf der Straße alle geradegerückt.
Monk, das ist jedermann. Die Hausfrau mit dem Accustaubsauger um die Kekskrümel zu beseitigen, der Nachbar von nebenan, der sich über die Blätter auf seinem Auto aufregt. Monk ist die Vereinigung aller möglichen Schwächen, nur mühsam gebändigt und kanalisiert durch seine Assistentin.
Ich bin sicher, so manche Sekretärin oder Assistentin erkennt sich da wieder.
Monk, das sind wir, mal mehr mal weniger stark ausgeprägt. Und genau deswegen ist Monk so erfolgreich!
Leider wurde die Serie eingestellt, da Tony Shalhoub sich neuem widmen möchte.

Die orginale Titelmeldie wurde von Filmkomponisten Jeff Beal und dem Gitarristen Grant Geissman komponiert. Seit der zweiten Staffel wird stattdessen It’s a Jungle Out There (von Randy Newman) gespielt und mit einem anderen Vorspann versehen, was unterschiedliche Reaktionen auslöste. Da vielen Zuschauern diese Änderung missfiel, wird seit der dritten Staffel am Ende der Folge die ursprüngliche Melodie gespielt.




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